Und immer wieder der Berg
Ich habe in dieser Bilderreihe ein klassisches Sujet neu bespielt.
Die Acrylfarbe ist mit Spachtel und Pinsel unkorrigiert und unmittelbar aufgelegt, geschoben, gezogen, gedrückt. Die Spuren, welche die Werkzeuge hinterlassen, bilden in unseren Köpfen die faszinierende Illusion von schneebedeckten Gipfelwelten. Aus der Distanz betrachtet besticht eine fast fotorealistisch anmutende Wirkung. Dies ist unerwartet, da die Malerei auf der Ebene der Pinselspur ohne viele Details auskommt. Spontan und schnell geschrieben, kommt eine Art gesteuerter Zufall in‘s Spiel. Die malerische Geste hat fast abstrakte Qualitäten. Denn das eigentliche Thema ist nicht das Abbild des Berges als vielmehr der Farbauftrag selbst und dessen „geologische“ Qualität.
Deshalb lohnt es sich die Bilder sowohl im Macro Bereich zu erforschen als auch aus normaler Distanz zu betrachten.
 
Zitat aus der Rückmeldung eines Galeriebesuchers, der in meinen Augen den Kern der Arbeit perfekt erfasst hat:
„Das sind erfrischende Helgen (...) So kratzig, schroff, kalt aus der Nähe und so kühn, stolz und erhaben aus Distanz wirken sie spontan auf mich.
Schichten, Geschichten, Wind und Wetter, Weiches und Hartes, Offenes und Verdecktes, alles ist da, auch eine Brise Romantik fehlt nicht und das Expressive.
(...) und ein wenig erinnert (...) das Motiv nicht nur an die Schweizer Tradition sondern auch an die letzte Ausstellung im Rietbergmuseum, über die traditionelle und gegenwärtige Landschaftsmalerei in China. (...) „shanshui“...
 
Zitat: Marius Glaser, Liestal
 
// BEGIN Zoom // Einbidnung script für Bildzoom // ENDE Zoom